Medizinische Sterilfiltration

Pfleger, Hygieniker und Ärzte stehen der sehr ernsten Herausforderung der Verbreitung gramnegativer, pathogener Keime gegenüber, die ohne ein umfassendes Präventionskonzept kaum zu bewältigen sein wird.

Wasserentnahmestellen tragen zum Infektionsrisiko in medizinischen Einrichtungen bei. Die Ursachen sind vielfältig und liegen nicht nur in der ursprünglichen Wasserqualität begründet. Es konnte gezeigt werden, dass Wasser als ursächliches Reservoir von Pseudomonas aeruginosa bedingten nosokomialen Infektionen auf Intensivstationen in bis zu 50 % feststellbar ist und Trinkwasserinstallationen als ein relevantes, aber bisher unterschätztes Infektionsreservoir für Pseudomonas aeruginosa anzusehen sind.¹

In einer aktuellen Studie ließ sich auf einer Lebertransplantations-Station Pseudomonas aeruginosa in 8 % (11/136) der untersuchten Wasserentnahmestellen nachweisen. Nach Installation endständiger Filter wurden Pseudomonas aeruginosa neben Legionellen und Mykobakterien nicht weiter in Leitungswasserproben nachgewiesen. Zusätzlich wurde die Kolonisations-/Infektions-Rate aufgrund von gramnegativen Stäbchenbakterien um 47 % reduziert.²

Sterile Wasserfiltration hat sich als eine Säule der Prävention in den vergangenen 15 Jahren nachhaltig etabliert. 3,4

Sichere Sterilfilter zur Anwendung am Wasserhahn und an der Dusche sollten folgende Kriterien erfüllen:

  1. Bakterienrückhalt gemäß ASTM F838-15A > 7 log pro cm2 (Brev. dim.)
  2. Laminare Wasserströmung am Auslass, um ein Rückspritzen zu vermeiden
  3. Der Wasserstrahl sollte nicht direkt in den Siphon treffen
  4. Bakteriostatitisches Additiv im Kunststoff des Gehäuses zur Vermeidung der Biofilmbildung5
  5. Kleine und kompakte Bauweise, um eine Behinderung der Nutzung zu vermeiden.

i3 Membrane hat aus den formulierten Anforderungen und mit 15 Jahren Erfahrung in diesem Bereich, mit Hilfe ionengestützter Technologie, einen sehr kompakten und leistungsfähigen Sterilfilter entwickelt.  Er wird  unter modernen Verfahren der Pharmaproduktion als Einwegprodukt hergestellt.  Aufgrund der kleinen und kompakten Bauweise ist er in der ökologischen Bewertung den Mehrwegsystemen überlegen.

Mit dem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem nach der DIN EN ISO 13485 kommt i3 Membrane als Medizinproduktehersteller den hohen Forderungen bezüglich der Sicherheit und Zuverlässigkeit ihrer Erzeugnisse und Dienstleistungen sowie der Minimierung von Risiken ihrer Produkte nach.

 

¹Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene: "Gesundheitliche Bedeutung,
  Prävention und Kontrolle Wasser-assoziierter Pseudomonas aeruginosa-Infektionen" in  
  HYGIENE & MEDIZIN, 41. Jahrgang, Supplement 2, 2016, S.6

²Zhou ZY, Hu BJ, Qin L, Lin YE, Watanabe H, Zhou Q, et al. Removal of waterborne pathogens from
   liver transplant unit water taps in prevention of healthcare-associated infections: a proposal for a
   cost-effective, proactive infection control strategy. Clin Microbiol Infect 2013,
   www.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1469–0691.12299/abstract

 ³Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene: "Gesundheitliche Bedeutung,
   Prävention und Kontrolle Wasser-assoziierter Pseudomonas aeruginosa-Infektionen" in
   HYGIENE & MEDIZIN, 41. Jahrgang, Supplement 2, 2016, S.16

4Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene: "Anforderungen an die 
   Hygiene   bei der medizinischen Versorgung von immunsupprimierten Patienten".

5Messung gemäß JIS Z 2801/ISO 22196